tomatoes from morocco

Am Donnerstag, den 9. Juli 2026, treffen Frankreich und Marokko im Viertelfinale der FIFA Weltmeisterschaft 2026 im Boston Stadium aufeinander – die Neuauflage des legendären WM-Halbfinals von 2022. Auf dem Rasen sind die beiden Nationen Rivalen. Im Welthandel verbindet sie dagegen eine der engsten Handelsbeziehungen des Mittelmeerraums. Und ein Produkt steht dabei sinnbildlich für diese Verbindung: die Tomate.

Tomaten Marokko: Vom Nischenanbieter zum Weltmarkt-Schwergewicht

Marokko hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer festen Größe im internationalen Tomatenhandel entwickelt. Seit 2022 belegt das Königreich Platz 3 unter den größten Tomatenexporteuren der Welt, nur die Niederlande, die einen erheblichen Teil ihrer Ware re-exportieren, und Mexiko, dessen Exporte fast ausschließlich in die USA gehen, liegen noch davor.

Die Zahlen sprechen für sich: 2024 erreichten die marokkanischen Tomatenexporte mit rund 767.000 Tonnen einen Rekordwert. 2025 lagen sie trotz klimatischer Herausforderungen noch bei rund 703.000 Tonnen und einem Marktanteil von 9,16% in 2025.

Der eigentliche Wandel findet jedoch im Produktmix statt: Segmentierte Tomaten, Kirschtomaten, Baby-Pflaumentomaten und Spezialsorten machen inzwischen fast 59 % der Gesamtexporte aus.

Mit über 400.000 Tonnen und einem Wachstum von 35 % in nur zwei Jahren sind sie zum Rückgrat der marokkanischen Wettbewerbsfähigkeit geworden. Es geht längst nicht mehr nur um Volumen, sondern um Wert und Differenzierung.

Tomaten Marokko: Frankreich als Importeur

Und wohin fließt die Ware? Nach Frankreich.

Frankreich hatte im Jahr 2025 einen Marktanteil von 8,78%.

Ein erheblicher Teil davon wird über französische Plattformen, allen voran Perpignan, in weitere europäische Märkte wie Deutschland, Skandinavien und Österreich re-exportiert.

Gleichzeitig diversifizieren die marokkanischen Exporteure zunehmend: Der Anteil Deutschlands an den Direktlieferungen hat sich in den vergangenen fünf Jahren von 9 % auf 18 % verdoppelt, und auch das Vereinigte Königreich wächst als Zielmarkt kontinuierlich. Der Sektor selbst ist stark konzentriert – die zehn größten Exporteure aus der Region Souss-Massa stehen für rund 65 % des gesamten Exportvolumens.

Handelsdaten machen den Unterschied

Ob Sourcing-Verantwortliche im Lebensmittelhandel, Logistiker auf der Route Agadir–Perpignan oder M&A-Berater mit Blick auf den Agrarsektor: Wer die Warenströme zwischen Marokko und Frankreich versteht, erkennt Chancen, bevor sie im Markt sichtbar werden.

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Über den HS-Code Finder identifizieren Sie die passende Warennummer – frische Tomaten laufen unter HS-Code 0702. In der Free Search finden Sie die Exporteure in Marokko und deren Abnehmer in Frankreich und ganz Europa. Mit Supply Chain Intelligence machen Sie ganze Lieferketten transparent – vom Erzeuger in Souss-Massa bis zum Distributeur in Perpignan.

Wer am Donnerstag gewinnt, entscheidet sich auf dem Platz. Wer im Handel gewinnt, entscheidet sich mit den besseren Daten.

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